BOOKS!

5. Oktober 2016 16:00

Vor einiger Zeit hatte ich auf Twitter herumgefragt, ob jemand gerne einen Bücher-Post lesen würde. Das Verlangen, einen solchen Post unbedingt schreiben zu wollen, rührt daher, dass weder meine Familie besonders viel liest, noch mein Freundeskreis. Ich habe oft sogar schon mit dem Gedanken gespielt, einem Online Bücherclub beizutreten.

Gelesen habe ich seit meiner Kindheit schon übertrieben viel und auch während meiner Teenager-Zeit füllte sich das Bücherregal stetig. Mit Beginn des Studiums blieb mir einfach keine Zeit mehr, um Romane zu lesen und deshalb verschlinge ich sie in den Ferien dafür exzessiv. Was ich schnell gemerkt habe ist, dass mein Studium keinen Platz für Fantasie lässt. Manchmal muss man aber hin und wieder einfühlsam sein können, entrüstet werden, einfach sich echt anfühlende Geschichten lesen - genau dafür brauche ich Bücher. Sie sind eine Art Therapie für mich, wieder auf den Boden zu kommen und erinnern mich daran, dass sie auch mal gelesen werden können, ohne sich dabei einen Meinungsstreit einprägen zu müssen.



Ich fange mit dem Rosie-Projekt* an, welches ich Ende Juli nach vielen Monaten unregelmäßigen Lesens beendet habe. Ich konnte bis zum Schluss die Hauptfigur Don nicht wirklich durchblicken oder verstehen, warum er so ist, wie er ist. Ohne Zweifel war die Geschichte ziemlich süß, aber ich konnte einfach nichts mit ihr anfangen. Trotz der hochlobenden Rezensionen muss ich mich bei einer Empfehlung für das Buch zurückhalten. Die Fortsetzung habe ich nicht gelesen, nachdem mich das erste Buch nicht zu 100% überzeugt hat.

Harry Potter und das verwunschene Kind* war dagegen sagenhaft. Als absoluter Harry Potter-Fan bin ich in die Buchhandlung gerannt, schnappte mir das vorletzte Exemplar und in 48 Stunden war die Magie schon wieder vorbei. Ich hatte keine Erwartungen an dieses Buch, oder vielmehr Theaterstück, denn einerseits hat J.K. Rowling es nicht so wirklich geschrieben und andererseits mag ich es einfach nicht, Theaterskripte zu lesen. Lässt man das aber außer Betracht, war ich darüber sehr glücklich, noch einmal in die Welt der Zauberer eintauchen zu können. Die Spannung ist ähnlich und schnell merkt man, dass die Autorin doch ein wenig ihre Finger im Spiel hatte. Das Buch hat die HP-Sucht etwas gestillt, aber: Ich kann immer noch nicht damit leben, dass es keine Fortsetzungen gibt.



Honigtot* und Marlene* sind zwei Bücher, die das Dritte Reich, seine Grausamkeit und Widerstandskämpfer thematisieren. Aktuell lese ich Marlene, welches eine Art Spin-Off darstellt und des Verständnisses wegen nicht ohne das erste Buch gelesen werden sollte. Absolut fesselnde Bücher, die mit treffenderer Wortwahl hätten nicht geschrieben werden können und die ich jedem an's Herz lege!



Ein ganzes halbes Jahr* dagegen war für mich absolut bewegend. Ich habe das Buch letzten Sommer gelesen und wollte es unbedingt mit in diesen Post reinnehmen, nachdem auch die Verfilmung meiner Meinung nach dem Vorwerk gerecht geworden ist. Ich will mich nicht verplappern, denn mittlerweile wurde so viel allein durch die Kinotrailer gespoilert, dass wahrscheinlich sowieso jeder schon voreingenommen dieses Buch beginnen würde.
Die Fortsetzung Ein ganz neues Leben* (welches nicht abgebildet ist, weil ich es verliehen habe) habe ich im Urlaub wie eine Verrückte verschlungen. Das erste Buch war für mich eigentlich vollkommen; ich hätte keine Fortsetzung gebraucht. Anfangs noch ziemlich skeptisch, habe ich dann doch wissen wollen, was aus Louisa Clark geworden ist und jede Seite aus diesem Buch hat wieder alte Erinnerungen hervorgerufen. Keine alten Wunden aufgerissen (mein Gott, das klingt echt dramatisch, haha), aber plötzlich war man wieder total mittendrin. Wem das erste Buch gefallen hat, der sollte unbedingt auch die Fortsetzung lesen.



Dem Horizont so nah* stehe ich mit absolut gespaltener Meinung gegenüber. Die Geschichte soll auf einer wahren Begebenheit (bzw. auf dem Leben der Autorin) beruhen und aufmerksam bin ich durch die durchweg positiven Bewertungen auf Amazon darauf geworden. Es ist wahrscheinlich das Buch, welches mich über den Sommer am meisten beschäftigt und mich einfach nicht mehr losgelassen hat. Ich habe Tage lang, nachdem ich das Buch bereits beendet hatte, in Leseforen der Autorin herumgestöbert, um herauszufinden, wie sie heute mit ihrer Geschichte umgeht und sich zu Vorwürfen der "Profitgeilheit" etc. äußert. Ich bin mir bis jetzt noch nicht sicher, ob sie dem Leser gegenüber wirklich zu 100% ehrlich gewesen ist - ich werde einfach nicht schlau. Darüber hinaus empfand ich das Buch als ziemlich schlecht geschrieben, also definitiv kein literarisches Meisterwerk - hier macht's echt nur die Geschichte. Die Thematik ist unglaublich wichtig und nichts, wovon man hinwegsehen sollte. Letztendlich überzeugte mich das Buch aufgrund seiner Nüchternheit doch ... Ich empfehle es zu lesen, um anschließend viel darüber nachzudenken!

9 Kommentare

Nina 5. Oktober 2016 um 18:03

Bitte mehr von diesen Posts!! :)Antworten

Lena 5. Oktober 2016 um 18:06

Sehr cool, bitte mehr solche Posts! :)Antworten

Neri Fee 5. Oktober 2016 um 20:12

Da sind aber spannende Bücher dabei! Ich lese auch unheimlich gerne.

NeriAntworten

Nena Nguyen 5. Oktober 2016 um 21:46

Ein ganzes halbes Jahr ist mein absolutes Lieblingsbuch, die Fortsetzung lese ich gerade und bin sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Würde mich sehr freuen, wenn mehr von solchen Posts in nächster Zukunft kommen werden. :)

Liebe Grüße,
Nena

http://www.nenangyn.comAntworten

Nina 6. Oktober 2016 um 09:08

Super Post, mein letzter Post dreht sich zufällig auch um ein Buch :D Ich bin auch gerade dabei das neue Harry Potter Buch zu lesen. Allerdings bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ichs gut finde oder nicht. Ich denke, ich muss es bis zum Schluss lesen und dann noch einmal drüber nachdenken :D

Nina von Pearlsheaven Antworten

Genya 6. Oktober 2016 um 09:52

Toller Einblick! Die Fortsetzung von ein ganzes halbes Jahr und das neue Harry Potter Buch will ich auch unbedingt noch lesen :) Antworten

Melanie 6. Oktober 2016 um 20:50

Habe auch sowohl in meiner Kindheit als auch Teenagerzeit sehr viel gelesen. Das erste Mal abgenommen hat es, als ich nicht mehr so viel Zug fuhr. Und jetzt, im Studium, ist es noch weniger geworden. Leider. Und selbst in diesen Semesterferien habe ich irgendwie auch nicht so viel gelesen wie ich wollte.
Ich bin seit kurzem auf Sachbücher umgestiegen. Viel Persönlichkeitsentwicklung und -optimierung. Wobei mir Horizont und Marlene von der Geschichte jetzt auch sehr gut gefallen könnten. Vor meiner Sachbuch-Zeit liebte ich Familiengeschichten.Antworten

Noemi 8. Oktober 2016 um 17:18

Hallo Vanessa!
Schöner Post! Ich freue mich immer, wenn ich Lesebegeisterte treffe, ich kann dich sehr gut verstehen :) Ich bin auch leidenschaftliche Leserin und deshalb handelt mein Blog auch nur über Bücher :D Ein ganzes halbes Jahr ist wirklich ein wundervolles und berührendes Buch, die Fortsetzung habe ich leider noch nicht gelesen. Aber ich liebe auch Harry Potter! <3

Liebe Grüße,
NoemiAntworten

Kim 8. Oktober 2016 um 19:11

Liebe Vanessa,
ein wirklich schöner Post ist dir da wieder gelungen!
Ich selber lese auch total gerne, weshalb mir deine Vorschläge hier sehr gut gefallen haben.
"Ein ganzes halbes Jahr" kenne ich schon, das Buch ist echt toll! Auch wenn ich der gleichen Meinung bin und es nicht unbedingt eine Fortsetzung geben müsste, werde ich diese auf alle Fälle bald lesen! Honigtot und Marlene sind soeben auch auf meine Leseliste gewandert :)
Der letzte Harry Potter Teil steht darauf natürlich auch ganz weit oben, auch wenn ich nicht so gerne Theaterskripte lese...
Liebe Grüße und noch ein schönes Wochenende!
KimAntworten

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